Sie wissen nicht genau, ob Sie überhaupt eine Impfung brauchen?

Ich berate Sie gerne und individuell, einen Zwang zur Impfung gibt es nicht, nur eine Beratung!

Alle auf dieser Seite ausgeführten Impfungen werden in der Praxis durchgeführt.

Impfempfehlungen für Erwachsene:

alle 10 Jahre eine Auffrischung von Diphterie- Tetanus- Keuchhusten ( Kombinationsimpfung)

Diphterie:

Die Bakterien sind weltweit verbreitet und können auch von Personen weitergegeben werden, die nicht daran erkranken. Das Diphtherie-Bakterium infiziert die Haut oder die Schleimhäute und kann sich auch im ganzen Körper ausbreiten. Es bildet ein gefährliches Gift, das Organe wie Herz, Niere und Leber dauerhaft schädigen kann.

Dank hoher Impfraten sind Diphtherie-Erkrankungen in Deutschland sehr selten geworden, derzeit gibt es nur alle paar Jahre einzelne Fälle. Dennoch wird eine Impfung dringend empfohlen, da Diphtherie in anderen Ländern noch weit verbreitet ist und daher jederzeit wieder nach Deutschland eingeschleppt werden kann. Nur solange ein genügend großer Teil der Bevölkerung geimpft ist, werden Ausbrüche verhindert.

Tetanus:

Die Dauerformen (Sporen) der Tetanusbakterien sind sehr widerstandsfähig und kommen weltweit hauptsächlich im Erdreich und im Kot von Pferden und anderen Tieren vor. Charakteristisch für Tetanus sind die starken Krämpfe. Ist die Atem- und Schluckmuskulatur mit betroffen, droht Ersticken.

In Deutschland treten aufgrund der sehr hohen Impfraten weniger als 15 Tetanusfälle pro Jahr auf, meist handelt es sich um Erwachsene von über 45 Jahren. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig auch im höheren Alter die Auffrischimpfungen gegen Tetanus sind.

Keuchhusten:

Keuchhustenbakterien sind  weltweit verbreitet und können auch von Personen weitergegeben werden, die daran unbemerkt erkranken. In jedem Lebensalter sind harmlose bis schwere Krankheitsverläufe möglich. Oft führt die Erkrankung zu wochenlangem, quälenden Husten mit Würgreiz.
Für junge Säuglinge kann Keuchhusten sogar lebensbedrohlich sein. Ein Drittel bis rund die Hälfte aller erkrankten  Säuglinge steckt sich bei den eigenen Eltern an.

Seit einigen Jahren treten Keuchhusten-Erkrankungen immer häufiger auch bei Erwachsenen auf. Noch 1995 betraf Keuchhusten schwerpunktmäßig Jugendliche, im Jahr 2008 lag das durchschnittliche Alter eines Keuchhusten-Patienten bei 42 Jahren.

Wenn Sie in den nächsten Jahren eine Reise nach Asien oder Indien planen, empfiehlt sich die Kombination mit Polio 
( Kinderlähmung) - alles in einer Spritze.

Pneumokokken

Pneumokken sind Bakterien, die für 1/3 der ambulant (nicht im Krankenhaus) erworbenen Lungenentzündungen verantwortlich sind.

Die Impfung wird wie die Grippeimpfung empfohlen für Menschen ab 60, extrem wichtig und absolut von mir befürwortet wird sie für Patienten mit einer Lungenerkrankung.

Masern-Mumps-Röteln Auffrischung
(für nach 1970 Geborene mit nur einer Impfung)

Eine Impfung bietet Schutz vor allen drei Krankheiten

Dank steigender Impfraten gibt es Masern, Mumps und Röteln in Deutschland heute seltener, aber es werden nach wie vor mehrere Hundert Masernerkrankungen gemeldet. Bei einem von 1000 Masernerkrankten kommt es zu einer lebensberdohlichen Gehirnentzündung ( Enzephalitis), seltener kommt auch ein Gehirnzerfall mehrere Jahre später vor.

Röteln sind eine harmlose Viruserkrankung. Problematisch ist die Erkrankung jedoch für ungeschützte Schwangere, da das ungeborene Kind eine schwere Embryopathie mit Fehlbildungen entwickeln kann.

Deswegen sollten Jugendliche und Erwachsene, die nicht oder nur einmal geimpft worden sind, diese Impfung nachholen. Dies wird seit 2010 von der STIKO ( Ständige Impfkomission) empfohlen und ist somit eine kostenfreie Kassenleistung.

 

Reiseimpfungen

Selbstverständlich werden in der Praxis auch Reiseimpfungen durchgeführt.

Diese müssen incl. der Impfleistung (1. Impfung + Beratung 9,-€, Folgeimpfungen 4,50,-€) selbst bezahlt werden, werden aber von vielen Krankenkassen unter Vorlage der Rechnung erstattet.

Mehr Hinweise unter :

www.fit-for-travel.de/erstattung-von-reiseimpfungen.thtml

 

 Zusätzliche Impfempfehlungen für Kinder und Jugendliche

Meningokokken: Meningokkokken sind Bakterien, die Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung verursachen. Am häufigsten betroffen sind Kinder und Jugendliche. Fünf verschiedene Meningokkoken-typen sind für die Krankheiten verantwortlich; in Deutschland sind TYp B und C am häufigsten. Die Infektionskrankheit ist sehr gefährlich, verläuft sehr schnell und jeder 10. Patient stirbt daran. Gegen Typ B kann man bislang (noch) nicht impfen. Zwischen 25 und 30 Prozent der Erkrankungen werden durch den Serotyp C verursacht. Diese können durch Impfen verhindert werden.

Die einmalige Impfung mit Meningokokken-C-Konjugatimpfstoffen bietet nach derzeitigem Kenntnisstand einen jahrelang anhaltenden Schutz, derzeit wird keine Auffrischimpfung empfohlen.

Hepatitis B: 

Die Hepatitis B ist weltweit stark verbreitet. In Deutschland sind etwa 300.000 bis 650.000 Menschen chronisch - also dauerhaft - mit Hepatitis B infiziert. Jedes Jahr stecken sich mehrere hundert bis tausende Menschen deutschlandweit an.

Hepatitis-B-Viren befinden sich im Blut aber auch in anderen Körperflüssigkeiten infizierter Personen und werden hauptsächlich auf sexuellem Weg übertragen. Wenn Schwangere infiziert sind, können sie die Infektion während der Schwangerschaft und Geburt auf das Kind übertragen.

Ein bis sechs Monate nach der Ansteckung bekommen zwei Drittel der Infizierten grippeähnliche Symptome, die von Übelkeit und Erbrechen begleitet sein können. Das typische Symptom der Gelbsucht, eine gelbe Verfärbung der Haut, das von vielen Menschen mit einer Leberentzündung in Verbindung gebracht wird, tritt nur bei einem Drittel der Erkrankten auf. Die Hepatitis B kann mit schweren Krankheitszeichen verlaufen und heilt manchmal erst nach Monaten aus, oder wird sogar chronisch.

Eine Hepatitis-B-Infektion kann nur eingeschränkt mit speziellen Medikamenten, die die Viren hemmen, behandelt werden.

Ebenso wie die akute Infektion wird auch eine chronische Erkrankung häufig zunächst nicht bemerkt, weil die Symptome sehr unauffällig sein können. Trotzdem wird die Leber zunehmend geschädigt (z.B. Leberzirrhose) und die Infektion kann an andere Menschen weitergegeben werden. Die Gefahr einer chronischen Verlaufsform ist umso höher, je jünger die Infizierten sind. Bei infizierten Neugeborenen liegt sie bei 90 Prozent, bei Kleinkindern bei etwa 40 bis 70 Prozent und bei Kindern im Vorschulalter bei 10 bis 40 Prozent.Bei Erwachsenen entwickelt sich zu etwa 10 Prozent aus der akuten Infektion eine
chronische Hepatitis B, die schwerwiegende Folgen (wie Leberzirrhose oder Leberkrebs) haben kann.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die 3 erforderlichen Impfungen bis zum 18. Geburtstag. Ziel ist es, die Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.

Humane Papillom Viren
( Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren)

Die Impfung soll junge Mädchen vor einer HPV-Infektion schützen, bevor sie sexuelle Kontakte haben und sich mit HPV infiziert haben könnten. Bei Frauen unter 30 Jahren liegt die Infektionsrate bei bis zu 25 %. Die Infektion mit HPV, insbesondere mit "High-Risk-Typen", steht gehäuft im Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs, an dem jährlich ca. 6500 Frauen in Deutschland neu erkranken.

Die Impfung wird in Deutschland für diese Altersgruppe empfohlen und von den Krankenkassen bezahlt.
 
Mehr Infos auf dieser empfehlenswerte Seite:

  www.aok.de/portale/bundesweit/hpv/index.html